Nackenschmerzen

Nackenschmerzen und Kopfschmerzen gehören zu den Krankheitsbildern, die einen großen Teil der Weltbevölkerung betreffen. Die Schmerzen kommen in der Regel ohne Vorwarnung. Oft treten die Schmerzen gemeinsam mit Nackenschmerzen auf, was im besten Fall auf Verspannungen von Schulter- und Nackenmuskulatur hindeutet. Für jeden dieser beiden Schmerzen kommen verschiedene Ursachen in Betracht.

Nackenschmerzen und Kopfschmerz:
Der Körper wehrt sich durch Schmerzen

HexenschussFast jeder Mensch hat schon Kopfschmerzen  durch Nackenschmerz verspürt.

Bekannt sind mehr als 200 unterschiedliche Kopfschmerzarten, welche die IHS – International Headache Society oder die Internationale Kopfschmerzgesellschaft – in zwei Bereiche einteilt. Diese sind

  •         die primären / idiopathischen Schmerzen und
  •         die sekundären / symptomatischen Schmerzen.

Zu der ersten Gruppe zählen die Kopfschmerzen, die ohne Ursache auftreten. Dazu gehören Migräne, Cluster- oder Spannungskopfschmerzen. Zum zweiten Bereich gehören die Schmerzen, die Symptome anderer Erkrankungen, wie Infektionen, Gefäß- und Augenerkrankungen, sind. Medikamente gelten mit ihren Nebenwirkungen ebenfalls als Auslöser der sekundären Schmerzen.

Der primäre Kopfschmerz und seine möglichen Ursachen

Die Ursache, welche die primären oder idiopathischen Schmerzen auslöst, ist nicht geklärt. Als Auslöser kommen

  1.         Stress,
  2.         Schlafmangel,
  3.         Sorgen,
  4.         Hustenanfälle oder
  5.         extreme körperlichen Anstrengungen

in Betracht. Dauerhaftes Sitzen vor dem Computer oder dem Fernsehgerät verursachen primäre Kopfschmerzen. Ebenfalls gehören die Schmerzen zu den Symptomen, die in der Vorstufe zum Burn-out auftreten.

Der sekundäre Kopfschmerz hat eine bekannte Ursache

Beim sekundären Kopfschmerz ist die Ursache bekannt. Die Schmerzen sind symptomatisch bei Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich. Diese Art des Kopfschmerzes ist derjenige, welcher am häufigsten auftritt. Daneben sind Gebissfehlstellungen ebenfalls ursächlich für die Kopfschmerzen wie Erkrankungen im Bereich des Kopfes sowie der Nerven von Gesicht, Kopf und Gehirn.

Diese permanenten Kopfschmerzen zählen ebenfalls zu den Vorzeichen von Gehirntumoren und Erkrankungen von Nebenhöhlen, Nase, Augen, Ohren und Hals.

Mit dem Auftreten von Nackenschmerzen macht der Nacken auf Haltungsprobleme aufmerksam. Diese Schmerzen treten als Folge einer dauerhaften Überlastung der Muskulatur auf. Verspannungen im Bereich der Schultermuskulatur sind in der Regel ursächlich für Nackenschmerzen.

Zu diesen kommt oft ein stechender Kopfschmerz hinzu. Treten beide Schmerzen gemeinsam auf, ist eine Depression wie auch ein psychischer Konflikt nicht auszuschließen. Den Nackenschmerzen kann ein Unfall zugrunde liegen, bei dem sich der Beteiligte ein Schleudertrauma zuzog.

Weitere mögliche Ursachen und Hintergründe sind:

  •         Verspannungen der Muskulatur,
  •         psychische Probleme,
  •         Stoffwechsel- und Gehirnerkrankungen sowie
  •         Erkrankungen des Bewegungsapparates (Bandscheibenverschleiß, Arthrose, Osteochondrose),
  •         Infektionen an den Halsweichteilen, der Gehirnhaut oder den Wirbelknochen,
  •         Rheuma sowie
  •         genetisch bedingte Fehlstellungen.

Mediziner unterscheiden zwischen dem mechanisch bedingten Schmerz und den nicht mechanisch ausgelösten Nackenschmerzen sowie den Übertragungsschmerz und den psychisch bedingten Schmerzen.

Zu den mechanisch bedingten Nackenschmerzen zählen Verspannungen der Muskulatur sowie Verschleißerscheinungen der Bandscheiben, Wirbelknochen und der Bänder. Diese Schmerzen in Verbindung mit einem steifen Nacken sind ebenfalls symptomatisch für die Meningitis – einer Hirnhautentzündung – sowie verschiedenen Tumoren.

Die Gruppe der mechanisch ausgelösten Schmerzen im Nackenbereich betrifft die Gelenke und Erkrankungen des Bewegungsapparates. Bei dieser Gruppe ist Rheuma das bekannteste Krankheitsbild, das Schmerzen im Nackenbereich auslöst. Die Übertragungsschmerzen deuten auf Rückenschmerz und Nackenschmerz hin, die einen chronischen Verlauf nehmen.

Privater und beruflicher Stress sind die Ursachen für psychisch bedingte Schmerzen im Nackenbereich. Diese treten gerne in Verbindung mit einem starken Kopfschmerz auf und sind nicht selten die Vorboten zum Burn-out.

Eine falsche Haltung fordert ihren Preis

Eine ungesunde Haltung beim Sitzen, Laufen und Stehen fördert den Verschleiß der Bandscheiben und Wirbel. Das macht sich im Alter bemerkbar, wenn sich die Haltungsprobleme summieren und zu Verspannungen und Verschleißerscheinungen führen.

Diese ziehen Folgeschäden nach sich wie das Nacken-Arm-Syndrom, Nacken-Schulter-Syndrom, das Hals-Kopf-Syndrom oder das Halsmarksyndrom. In der Regel handelt es sich dabei um chronische Erkrankungen, die dauerhafte Natur haben oder sich kurzzeitig bemerkbar machen.

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Nackenschmerzen haben oft Kopfschmerzen als Begleiter. Gemeinsam treten sie bei Verspannungen der Schulter- und Nackenmuskulatur oder psychischem Stress auf. Auch ein Hexenschuss, der beispielsweise im unteren Lendenwirbelbereich stattfindet, kann ein Auslöser für Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich sein. Daneben treten beide Schmerzarten im Krankheitsbild der Fibromyalgie auf, mit dem wechselhafte Glieder- und